18. Januar 2014 bis 9. März 2014 (verlängert)
1980 entwarf Peter Pabst sein erstes Bühnenbild für ein Stück von Pina Bausch. Damit begann eine außergewöhnlich enge künstlerische und menschliche Beziehung, eine geradezu symbiotische Zusammenarbeit, die bis zum Tod der großen Choreografin im Jahr 2009 andauerte. In diesen Jahren schuf der Bühnenbildner 25 Spiel-Räume für die Stücke von Pina Bausch.
Aus Anlass der Jubiläumsspielzeit PINA40 präsentiert Peter Pabst nun im Skulpturenpark Waldfrieden drei Installationen, die sich auf die Welt von Pina Bausch beziehen. Drei Orte hat er sich dafür ausgesucht: die Villa mit ihrer organischen, anthroposophischen Architektur, die große kühl-sachliche Glashalle und den neuen, kleineren Ausstellungsraum im unteren Teil des Parks.
Die Villa erlebt der Besucher in dieser Ausstellung von außen. In allen vierzehn Fenstern bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer des Tanztheaters. Es sind Video-Ausschnitte aus Pina Bauschs Stücken, ein farbiges Szenen-Puzzle in scheinbar willkürlicher Folge, schnell und langsam, fröhlich und ernst, bei Tag und bei Nacht.
Ganz anders der Pavillon: in kühl schimmerndem Licht hängen weiße durchsichtige Schleier, ein Kubus, luftig und leicht, der die Form der Glashalle aufgreift. Dazwischen sind Gänge für die Besucher in denen sie Sprachfetzen lesen können, Fragen und Stichwörter, die Pina Bausch im Laufe der Wuppertaler Jahre sich und ihren Tänzern gestellt hat. Mit dieser Arbeitsweise hat die Choreografin die existentiellen Themen des Lebens erforscht und in ihren Stücken sichtbar gemacht.
Schließlich die dritte Halle: Hinter einer breiten Fensterfront leuchtet ein Berg von Rosenblüten in strahlendem Rot. Das war Peter Pabsts Bühnenbild für das Stück „Der Fensterputzer“. Es ist wie in allen seinen Arbeiten ein Spielraum für die Tänzer , wo sie sich spielend und tanzend mit den Elementen auseinandersetzen. Hier, losgelöst von der Bühne, entfaltet es eine ganz eigene skulpturale Faszination.
Auch der Besucher im Skulpturenpark darf spielen – im Kopf. Umgeben von Natur und Kunst, mit Blick auf Eichen, Buchen, Erlen und der „Tanzenden Säule“ von Tony Cragg kann er sich versenken in ein Leben für die Kunst und in eigene Erinnerungen an eine große Künstlerin.
Veranstaltet im Rahmen der Jubiläumsspielzeit PINA40.
Gefördert durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadt Wuppertal gemeinsam mit der Dr. Werner Jackstädt Stiftung, die Kunststiftung NRW, das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Kulturstiftung Essen, die Stadtsparkasse Wuppertal. Die Jubiläumsspielzeit 2013/2014 entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Pina Bausch Foundation.